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Ökologisch und nachhaltig gesund essen

April 15, 2016
von greenday2013.de
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Bio statt industrielle Landwirtschaft

Mais

Die Ländereien von Agrargenossenschaften werden immer größer. Immer weniger Menschen stellen immer mehr Tonnen an einseitiger, Monokutur betriebener Nahrung bzw. Rohstoffen zur Energieerzeugung her. Das Leben auf dem Land wird immer ärmer, die Vegetation selbst in Großstädten ist wesentlich vielseitiger, Bienen und Schmetterlinge fliegen kaum noch über die riesengroßen Felder, nur kurze Zeit mit Blüten übersät sind.

Viele Früchte sind sogar Gen manipuliert. Die Menschen, die das Land bestellen, sind nicht mehr mit Herzen damit verbunden. Vor allem, weil vieles nur wegen des Geldes produziert wird.
Besonders im Osten bestellen große Agrargenossenschaften Tausende von Hektar mit Monokulturen. Selbst an den Wegrändern gibt es sogar kaum noch Löwenzahn. Glockenblumen und Margeriten wachsen auf den wiesen nicht mehr, weil der Boden mit Pestiziden überschüttet wurde. In den Vorständen von Agrargenossenschaften sitzen immer mehr Leute, die Wirtschaft und Bankwesen studiert haben, ja sogar Vermögensberater, die keine Ahnung von Landwirtschaft haben ganz zu schweigen von den Motiven ihrer Arbeit. Früchte werden an Chemiekonzerne wie BASF oder Bayer geliefert, die daraus Benzin oder Medikamente herstellen. Statt dass die Menschen gesunde Nahrung bekommen, können sie wenn sie davon krank werden, sich der Pharmazie bedienen.

Bienen können überhaupt nicht mehr existieren, wenn es nur wenige Tage Blüten gibt. Hinzu kommt, dass es oft nur noch vier verschiedene Sorten von angebauten Früchten gibt. Kartoffeln sieht man gar nicht mehr, früher haben sie sogar Erdbeeren und Gurken angebaut. Andererseits möchten Menschen immer mehr biologisch produzierte Nahrungsmittel. Die Bioläden schießen aus dem Boden, doch es gibt in Deutschland nicht genügend Bauern, die sie beliefern können.  In den Dörfern im Osten Deutschlands gibt es aber auch viele Menschen, die ein Stück Acker oder Wiese besitzen, es aber an die Agrargenossenschaften verpachten. Sie trauen sich oft nicht zu, ihr Land wieder selbst zu bestellen und bleiben lieber „arbeitslos“.

In der Geschichte vieler Dörfer zumindest im Süden Brandenburgs haben ihre Vorfahren sehr darum gekämpft, freie Bauern und Gärtner zu bleiben erhalten, Nun sollten ihre Nachfahren nicht freiwillig auf ihre Rechte verzichten und wieder aktiver werden. Statt Jahre lang Hart IV zu kassieren kann man doch besser sein eigener Herr sein und ein Stück Land mit Liebe, Engagement und Freude bestellen. Dazu gehört am Anfang etwas Mut, im Austausch mit anderen wird man aber auch auf Ideen kommen, wie man das am besten anfängt. Am Anfang geht es bestimmt auch ohne eignen Traktor.

Der Australier Bill Mollington hat dazu hoch interessante Ideen entwickelt, In seinem Buch „Perma Kultur konkret. Entwürfe für eie ökologische Zukunft.“, das 2009 in 3. Auflage im Pala Verlag erschien, schreibt er folgendes: „Die übliche Landwirtschaft ist ein zerstörerisches System. Nun, zuerst brauchen wir mehr Gärtner. Gärtner sind die produktivsten Bauern und sind es schon immer gewesen. Daran hat noch niemand gezweifelt. Wenn eine Farm vergrößert wird, sinken automatisch Produktivität und Flächenertrag – der Ertrag wird allerdings unter weniger Menschen aufgeteilt. Deshalb sind die großen Farmen ökonomisch ´effizient`. Wer auf diese weise über effektive Landwirtschaftlich redet, der redet über Dollars. Wenn man den Landbesitz aufteilt, geht der Flächenertrag in die Höhe, solange die Grundstücke nicht kleiner sind als tausend Quadratmeter.“ (S. 23).

Industrielle Landwirtschaft ist nicht die Lösung für den Anbau der Nahrungsmittel der Zukunft, die schmackhafte und gesund sein sollen, sondern ein Anbau von Früchten dere Erde mit viel Liebe und Herz, der den Bauern selbst viel Freude bereitet.